Rot

Wohl kleinste Ernte seit 2010: Lese ist abgeschlossen

Die Weinlese in Deutschland fällt in diesem Jahr voraussichtlich so niedrig aus wie zuletzt 2010. Das Deutsche Weininstitut (DWI) geht in einer ersten Prognose davon aus, dass die Menge rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern liegt. 

2010 waren es 7,1 Millionen Hektoliter und im vergangenen Jahr 7,7 Millionen, wie DWI-Sprecher Ernst Büscher zum Ende der Lese sagte. Bis auf einige Ausnahmen – vor allem im Anbaugebiet Saale-Unstrut – sei die Lese fast überall abgeschlossen. 

Winzer rechnen mit «Spitzenqualität»

Viele Trauben seien bei dem extrem trockenen und sonnenreichen Sommer klein geblieben. «Die Winzerinnen und Winzer hierzulande gehen zwar von vergleichsweise kleinen Gesamtmengen, aber von Spitzenqualitäten aus.» 

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Die Ertragslage variierte innerhalb der Regionen je nach Alter der Reben und Wasserspeicherkraft der Böden sehr stark, wie Büscher sagte. «Insbesondere ältere Reben haben sich in den letzten Jahren an die zunehmende Trockenheit in den Weinregionen angepasst und dank ihrer tiefen Wurzeln die diesjährige Dürre erstaunlich gut überstanden.» 

Jüngere Weinberge und Anlagen auf leichten Böden hätten dagegen sichtbar unter der Wasserknappheit gelitten. «Sie mussten, wenn möglich, bewässert werden.»

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